Hinter den Fassaden Singapurs

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Hallo meine lieben Enkelkinder,

Aus der Luft betrachtet mach Singapur richtig was her. Besonders die extravagante Architektur der Marina Bay Wolkenkratzer ist unverwechselbar.

Doch wirklich interessant finde ich das alte Singapur – Jene Straßen in denen sich Hintereingang an Hintereingang reiht und sich nie ein Tourist hin verirrt. Enge Gassen in denen man denAngestellten der zahllosen Restaurants bei ihren Zigarettenpausen begegnet und die oft von Lieferfahrzeugen blockiert werden.

Wer allerdings Gestank und Dreck erwartet, der kennt Singapur nicht. Selbst auf den Hinterhöfen scheint man genau auf Ordnung und Sauberkeit zu achten.

Nach der Hochzeitsnacht

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Hallo meine lieben Enkelkinder,

Was für Indonesier ein vertrauter Anblick ist, dürfte viele meiner deutschen Follower irritieren: Gerade in ärmeren Gegenden Indonesiens ist es durchaus üblich, dass Straßen anlässlich einer Hochzeitsfeier komplett gesperrt werden und ein großes Festzelt aufgebaut wird, um viele Gäste willkommen zu heißen.

Auf den meisten Empfängen gilt außerdem dabeisein ist alles und viele Gäste verschwinden nach einem kurzen Snack und dem obligatorischen Foto mit dem Brautpaar wieder.

Aktuell heiraten besonders viele Paare, denn der Monat nach dem islamischem Opferfest gilt als ein besonders guter Monat um zu heiraten.

Home, sweet home

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Hallo meine lieben Enkelkinder,

Ähnlich wie in Deutschland zieht es auch in Indonesien immer mehr Menschen vom Land in die Stadt. Doch während in Deutschland vor allem die Mieten steigen, hausen in Indonesien viele Menschen in baufälligen Holzverschlägen. Man findet sie beinahe überall und keine dreihundert Meter von meinem Haus entfernt ist inzwischen sogar eine ganze Siedlung entstanden.

Die Behörden drücken derweil beide Augen zu. Zumindest solange niemand Anspruch auf das besetzte Brachland erhebt.

Kleinvieh

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Hallo meine lieben Enkelkinder,

Seit Opa in Indonesien lebt hat er sein Verhältnis zu Kleintier grundsätzlich überdacht. Aus Abscheu wurde Interesse und so kommt es nicht von ungefähr, dass Opa sich neuerdings in Makrofotografie probiert. Bei Makrofotografie handelt sich um eine Disziplin in der Fotografie, bei der fotografierte Objekte mit einem Mindestmaßstab von 1:1 abgebildet werden.

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Landlust

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Hallo meine lieben Enkelkinder,

Uns Menschen, die wir in der Großstadt leben, plagt häufig die so genannte Landlust. Dabei vergessen wir vollkommen, wie wir mit vierzehn Jahren an der Bushaltestelle herumgelungert haben und uns gegenseitig davon erzählten, wie wir das Kaff, indem wir aufgewachsen sind, eines Tages verlassen werden. Auch die Nächte, die wir auf Großstadtbahnhöfen verbracht haben, weil wir den letzten Zug nach Hause um fünf Minuten verpasst haben, spielen keine Rolle mehr.

Stattdessen träumen wir von einem stattlichen Anwesen mit viel Garten drumherum, sauberer Landluft und einer Aussicht, die sonst nur auf Fototapeten zu finden ist.

Auch Opa packt die Landlust gerade sehr. Dabei ist das Landleben in Indonesien alles andere als beschaulich. Schlecht ausgebaute Infrastruktur, kaum vorhandenes Internet und Vulkane, die regelmäßig ausbrechen sind nur ein paar der Gründe nicht auf dem Land leben zu wollen. Und so muss sich Opa auch weiterhin mit gelegentlichen Touren ins Grüne begnügen.

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Im Gegensatz zu Deutschland lebt ein Großteil der Landbevölkerung noch heute direkt von der Landwirtschaft.
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Baustopp

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Hallo meine lieben Enkelkinder,

Dieser Tage wird viel gebaut in Indonesien. Fast im Wochentakt entstehen neue Baustellen. Manchmal frage ich mich, ob es überhaupt genug Interessenten für die vielen Villen, Apartments und Bürotürme gibt. Klar, Indonesiens Bevölkerung ist locker dreimal so groß wie die Deutsche und im Gegensatz zu vielen Ländern Europas steigt der Lebensstandart hier von Generation zu Generation noch an.

Doch die Wahrheit ist, dass viele Häuser leer stehen und Betreiber von Apartments nachts das Licht in den leeren Wohneinheiten anschalten lassen, um zu suggerieren, dass es keinen Leerstand gibt.

Meine Wohnsiedlung ist da keine Ausnahme. Auch hier steht vieles leer und es gibt sogar einen ganzen Straßenzug der während seiner Errichtung von heute auf morgen aufgegeben wurde.

Genau diesen habe ich vor ein paar Tagen ausgekundschaftet. Es war kein sehr angenehmer Spaziergang. Galt es doch die illegale Mülldeponie, welche gut vor den Bewohnern versteckt liegt, zu durchqueren.

Interessant ist, dass die aufgegeben Häuser nicht so verlassen sind, wie sie auf den ersten Blick scheinen.

Überall hing Wäsche und eines der Häuser scheint sogar Strom zu haben, was man an dem Kabel erkennen konnte, welches bis zu den Holzhütten auf der anderen Seite der Deponie reichte.

Ich vermute, dass die Baustelle selbst noch nicht sehr alt sein dürfte. Kaum Schimmel und auch die Wandfarbe scheint bei vielen Häusern trotz des tropischen Klimas noch ganz gut in Takt.

Irgendwie ist schon etwas befremdlich in einem der zerfallenden Rohbauten zu stehen und sich vorzustellen, wie keinen halben Kilometer Luftlinie entfernt gerade eine neue Siedlung aus der Traufe gehoben wird. In Indonesien wird viel gebaut dieser Tage.

Der Zugang zu den Häusern liegt gut versteckt.
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In einem der intakteren Häuser (auf der linken Seite) gibt es sogar einen Stromanschluss.
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Menschliche hinterlassenschaften wohin das Auge blickt.
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Von der Bauweise ähneln die Häuser sehr dem Haus, indem ich momentan wohne.
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Vielleicht werden die Häuser ja tatsächlich einmal fertig gestellt…](/pic/2015/07/IMG_9768.jpg)
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…bevor Mutter Natur die Oberhand gewinnt.
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Streetlife

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Hallo meine lieben Enkelkinder,

zu erst möchte ich mich bei euch für dieses wirklich schlechte Foto entschuldigen. Ich habe weder in den Sucher geschaut noch mir über irgendwelche Einstellungen Gedanken gemacht.

Mir geht es bei diesem Foto eher darum euch dieses lustige Gefährt zu zeigen, welches mir da mitten in der Nacht an einer Ampelkreuzung begegnet ist. Denn in einer hypothetischen Zukunft, in der ihr das hier (hoffentlich) lesen werdet, wird es so etwas, wahrscheinlich auf Grund von Ölmangel, nicht mehr geben.

Dort wo Gott wohnt

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Hallo meine lieben Enkelkinder,

kennt ihr das auch: Ihr kommt mach einer durchzechten Nacht nach Hause und der Imam hat bereits zum Gebet gerufen? Wie, kennt ihr nicht? Dann lebt ihr wahrscheinlich in Deutschland und ich muss euch jetzt einiges erklären.

1. Die meisten Rufe zum Gebet kommen in Wirklichkeit vom Band.

2. Neben einer Moschee wohnen? Schlechte Idee. Sehr laut und dauernd Falschparker, die dir die Einfahrt zuparken.

3. Moscheen gibt es überall. Vor ein paar Wochen hat erst eine in meiner Siedlung eröffnet. Dreihundert Meter weiter steht die nächste. Im Umkreis von einem Kilometer sind es mindestens drei weitere. Die nächste Schule ist übrigens fünf Kilometer entfernt.

4. Um eine Kirche zu bauen braucht es unzählige schwer zu bekommende Genehmigungen. Für eine Moschee braucht man nur Geld.

5. Jede größere Firma, ist per Gesetz dazu verpflichtet, seinen Mitarbeitern eine Moschee zur Verfügung zu stellen.