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Opas Garten

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Hallo meine lieben Enkelkinder,

Vielleicht kennt ihr ja schon meine Liebe für die Gartenarbeit. Wenn nicht, dann heißt das, dass eine über Generationen gepflegte Leidenschaft der Reiseners mit mir ihr abruptes Ende gefunden hat. Schade, aber wie meine Oma mütterlicherseits immer mit preußischer Nüchternheit zu sagen pflegte: Da kann man nichts machen.

Opa, werdet ihr jetzt sagen, komm endlich zum Punkt! Seit einem Jahr wohne ich mit Oma in einem kleinen Haus im Osten von Surabaya. Während die meisten unserer Nachbarn die Freifläche vor ihren Häusern zubetoniert haben, um ihre Autos darauf zu parken, haben sich unsere Vermieter dazu entschlossen, einen Garten anzulegen.

So ein Vorgarten zieht natürlich allerlei Missgönner an und deshalb sollte man zu allererst in eine gute Verteidigungsstrategie investieren. Glücklicherweise lebt Opa in einem Land voll religiös bedingter Hunde-Phobiker. Und so lässt Opa sein Anwesen Tag und Nacht von drei viel zu verspielten Vierbeinern bewachen. Ganz nebenbei lassen sich leere Hundefutterdosen ganz wunderbar zu Blumentöpfen umfunktionieren. Aber zurück zum Garten selbst.

Eine solide Basis haben meine Vermieter da geschaffen, aber Zierpflanzen sind nicht mein Ding und die Goldfische hat der Hund gefressen. Also habe ich mich dazu entschlossen, den Garten etwas zu erweitern. Hier eine kleine Zusammenfassung:

## 1. Avocado

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**Wissenswertes:** Die Avocadofrucht zählt zu den Beeren, die Pflanze selbst gibt es etwa seit dem 19. Jahrhundert in Indonesien und sie kommt ursprünglich aus Mexiko, wo sie bereits seit tausenden Jahren eine wichtige Rolle spielt.

**Verwendung:** Avocados sind sehr fettig und werden gerne zum kochen verwendet. Zum Beispiel für Sushi oder als Paste. Man kann sie aber auch einfach in einen Mixer mit Zucker, Milch und Eis tun. Ohne Frage Opas liebster Verwendungszweck.

**Anbau:** Der Kern der Frucht ist relativ groß, im Verhältnis zur Frucht selbst (zumindest bei der Sorte, die in Indonesien am häufigsten vorkommt). Ich habe einfach ein paar Kerne gesammelt und beim einpflanzen darauf geachtet, dass sie halb aus der Erde schauen. Nach ein paar Monaten hatte ich dann Setzlinge. Da Avocados an einem Baum wachsen, dauert es relativ lange, bis man zum ersten Mal ernten kann. Vielleicht, liebe Enkelkinder, verdonnern euch genau heute eure Eltern dazu, die Früchte von den Bäumen zu ernten, die ich einst pflanzte. Allerdings solltet ihr bei der Ernte genau darauf achten, dass ihr nur reife Früchte erntet, denn faule oder unreife Avocados schmecken bitter und wer will schon einen bitteren Milkshake. 

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## 2. Mango

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**Wissenswertes:** Stammt ursprünglich aus den Regenwäldern Asiens und hat sich inzwischen auch in Afrika, Süd-/Mittel- und Teilen Nordamerikas und Südeuropas als Kulturpflanze behauptet. Laut Wikipedia gibt es inzwischen mehr als 1000 verschiedene Sorten.

**Verwendung:** Hauptsächlich als Lebensmittel. Wie auch Avocado kann man auch aus Mango leckere Milkshakes herstellen. Aus dem Kern kann man außerdem Öl gewinnen, was bei der Herstellung von Kosmetik-Artikeln oder Schokolade wichtig ist.

**Anbau:** In der Regel dauert es nur ein paar Wochen, bis aus Mangokernen die ersten Triebe entstehen. Auch sonst wächst die Pflanze relativ schnell. Teilweise mehrere Zentimeter am Tag.

## 3. Orange

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**Wissenswertes:** Stammt aus China und Südostasien und etwa im 15 Jahrhundert ist die Orange, wie wir sie heute kennen, nach Europa gekommen.

**Verwendung:** Am liebsten presst Opa seinen eigenen Orangensaft. Manchmal nehme ich sie aber auch zum kochen oder ich esse sie einfach so.

Außerdem werden Orangen in der Industrie für Duftstoffe verwendet.

**Anbau:** Ich trockne die Kerne meistens bevor ich sie verpflanze. Nach zwei bis drei Wochen sind dann die ersten Triebe zu sehen.

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## 4. Honigmelone

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**Wissenswertes:** Gehört zu den Zuckermelonen und ist eine Art aus der Gattung der Gurken. Außerdem gehört sie zur Familie der Kirbisgewächse.

**Verwendung:** Eignet sich vor allem für den direkten Verzerr. Kann aber auch für Obstsalate verwendet werden

**Anbau:** Wächst überall dort, wo man Samen fallen lässt. Es dauert oft nur wenige Tage, bis die ersten Triebe zu erkennen sind.

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## 5. Chili

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**Wissenswertes:** Stammt ursprünglich aus Mittel und Südamerika. Durch den weltweiten Handel, der durch die Kolonialisierung der Welt entstanden ist, kam Chili auch nach Südostasien und ist seitdem ein fester Bestandteil der lokalen Kochkultur.

**Verwendung:** Vor allem zum Kochen. Eignet sich aber auch wunderbar für Mutproben. Wenn ihr es mal übertreiben solltet Milch hilft. Opa macht am liebsten scharfe Soße aus Chili. Einfach Tomaten klein schneiden und in Öl zerkochen lassen. Anschließend viel Knoblauch, Zwiebeln, zwei bis drei kugelförmige Auberginen, Chili (kleinschneiden) und Pfeffer hinzu geben und für ein paar Minuten bei kleiner Flamme brodeln lassen.

**Anbau:** Nach ein bis zwei Monaten sollten die ersten Triebe zu erkennen sein. Die Pflanze selbst kann mehrere Jahre alt werden.

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Viel Terror Um Nichts

Hallo meine lieben Enkelkinder,

Ihr werdet euch sicher fragen, was Opa am 11. September 2001 gemacht hat, als die Anschläge in New York stattgefunden haben.

Ich habe damals Hausaufgaben gemacht. Welch eine Ironie. Am anderen Ende der Welt bricht mit ein paar einstürzenden Wolkenkratzern ein neues Zeitalter an und Opa ist mit Bruchrechnen beschäftigt.

Seitdem sind wir im Krieg, im Krieg gegen den Terror. Wir lassen unser komplettes Leben von schattigen Diensten durchleuchten und wir wählen Politiker, die mit immer neuen Sicherheitsgesetzen erfundene Gefahren bekämpfen.

Unsere Armeen bomben seit Jahren fremde Länder zurück in die Steinzeit. Die Menschen, die vor unserem Krieg fliehen lassen wir zu tausenden im Mittelmeer ertrinken oder auf dem Balkan erfrieren. Schaffen sie es doch zu uns und wir schieben sie nicht sofort ab, so treffen sie auf überforderte Kommunen und besorgte Bürger, die ihre Unterkünfte in Brand stecken.

Konnten wir mit unserem Krieg die Anschläge vom 13. November 2015 in Paris verhindern? Nein. Wir sind noch genauso verwundbar wie wir es 2001 waren. Krieg gegen den Terror hin oder her.

Ach meine lieben Enkel, ich weiß nicht, was diese Terroristen antreibt. Ich kann es mir nicht einmal vorstellen. Wenn es ihnen aber darum geht uns und unseren Krieg vorzuführen, dann haben sie gewonnen.

Übrigens weiß ich noch, was ich am 13. November 2015 während der Anschläge von Paris gemacht habe. Ich habe im Kino James Bond Spectre geguckt. Welch eine Ironie.